Ohne Schnittstelle, trotzdem im PVS: wie die Desktop-App das Warten beendet
Jahrelang entschied der PVS-Hersteller, ob eine Praxis neue Software nutzen konnte. Die Diktara Desktop-App dreht das um: Sie läuft neben Ihrem Praxisprogramm, übergibt fertige Texte direkt ins richtige Feld und braucht dafür keine Schnittstelle, kein Projekt und keine Freigabe.
Es gibt eine Frage, die in fast jedem ersten Gespräch mit einer Praxis kommt, meistens schon in den ersten fünf Minuten: „Funktioniert das denn mit unserem Programm?“ Die Frage ist berechtigt, denn sie hat in der Vergangenheit unzählige gute Projekte beendet, bevor sie überhaupt begonnen haben. Unsere Antwort darauf ist heute ein klares Ja, und zwar unabhängig davon, welches Praxisprogramm Sie einsetzen. Möglich macht das die Diktara Desktop-App.
Die alte Geschichte: das Schnittstellenprojekt
So lief es bisher fast immer ab: Eine Praxis findet ein Werkzeug, das ihr den Alltag erleichtern würde. Damit es sich sinnvoll einfügt, muss es mit dem Praxisverwaltungssystem sprechen können. Also braucht es eine Schnittstelle. Und ab diesem Punkt liegt die Entscheidung nicht mehr bei der Praxis, sondern beim Hersteller des PVS. Es folgt eine Anfrage, dann eine Rückmeldung, dass man das prüfen werde, dann ein Angebot für ein Integrationsprojekt, dann ein Termin im nächsten Quartal. Manchmal folgt auch einfach nichts.
Das ist selten böser Wille. Viele Praxisprogramme sind über Jahrzehnte gewachsen, tragen viel Verantwortung (Abrechnung, e-Card, Dokumentationspflichten) und werden von Teams betreut, deren Roadmap voll ist. Eine Schnittstelle ist dort kein Nachmittagsprojekt, sondern Entwicklung, Test, Zertifizierung, Dokumentation und danach dauerhafter Support über viele Kundenversionen hinweg. Dazu kommt eine ganz nüchterne Interessenlage: Ein fremdes Produkt im eigenen System sichtbar zu machen, steht bei einem Hersteller mit eigenen Zusatzmodulen selten ganz oben auf der Prioritätenliste.
Für die Praxis ist die Ursache aber zweitrangig. Das Ergebnis ist immer dasselbe: warten. Und in der Zwischenzeit bleibt die Dokumentation genau so aufwendig, wie sie vorher war.
Warum Schnittstellen so oft im Sand verlaufen
- Volle Roadmaps: Gesetzliche Anforderungen und Abrechnungsthemen haben beim Hersteller immer Vorrang vor der Anbindung eines Drittanbieters.
- Gewachsene Systeme: Ältere Programme wurden nie dafür gebaut, sich nach außen zu öffnen. Nachträglich ist das aufwendig.
- Viele Versionen im Feld: Jede Praxis läuft auf einem etwas anderen Stand. Eine Schnittstelle muss mit allen davon funktionieren.
- Eigene Interessen: Wer selbst Zusatzmodule verkauft, hat wenig Anreiz, ein konkurrierendes Werkzeug tief zu integrieren.
- Kosten und Vertragswerk: Projektpreis, Wartungsvertrag und Datenschutzvereinbarungen brauchen Zeit und Budget, bevor die erste Zeile Text entsteht.
Man kann gegen diese Realität anrennen, oder man kann sie umgehen. Wir haben uns für das Zweite entschieden.
Die Umkehrung: Diktara kommt zu Ihrem PVS
Die Desktop-App dreht die Richtung um. Statt darauf zu warten, dass ein Praxisprogramm eine Tür nach außen öffnet, stellt sich Diktara einfach daneben. Die App läuft auf Ihrem Rechner, dezent im Hintergrund, während Sie ganz normal in Ihrem gewohnten Programm arbeiten. Sie starten die Aufnahme per Klick oder Tastenkürzel, sprechen, arbeiten weiter. Sobald das Dokument fertig ist, meldet sich Diktara: bereit zum Einfügen. Sie klicken ins gewünschte Feld Ihres PVS, und der Text landet dort, wo er hingehört.
Bei gängigen Programmen wie CGM oder Innomed geht die App noch einen Schritt weiter und erkennt, welches Feld gerade aktiv ist, um passend dazu den richtigen Inhalt vorzuschlagen. Das Entscheidende dabei: Für all das muss auf Herstellerseite niemand etwas freischalten, entwickeln oder genehmigen. Es gibt kein Projekt, keine Schnittstelle und keine Wartezeit. Sie laden die App herunter, melden sich an und legen los.
Die spannendste Eigenschaft der Desktop-App ist die, die man nicht sieht: Es gibt niemanden mehr, der zuerst Ja sagen muss.
Was das im Alltag konkret bedeutet
Besonders der letzte Punkt wird oft unterschätzt. Wer sein Praxisprogramm wechselt, verliert bei einer klassischen Integration die gesamte Vorarbeit und beginnt von vorn. Die Desktop-App arbeitet dagegen mit dem Programm, das gerade vor Ihnen offen ist, egal wie es heißt. Ihre Vorlagen, Ihre Workflows und Ihr Patientenmemory bleiben unverändert bestehen.
Ihr PVS bleibt Ihr PVS
Diktara ist ausdrücklich kein Ersatz für Ihr Praxisprogramm und möchte auch keiner sein. Ihre Patientenverwaltung, Ihre Abrechnung und Ihre Historie bleiben genau dort, wo sie heute sind. Diktara übernimmt den Teil davor: zuhören, verstehen, formulieren. Was dabei entsteht, übergeben wir an Ihr System und ziehen uns wieder in den Hintergrund zurück. Wer lieber ganz ohne Installation arbeitet, nutzt Diktara weiterhin einfach im Browser, die App ist eine freiwillige Ergänzung für alle, die Texte direkt im Praxisprogramm haben möchten.
Und beim Thema Daten gilt dasselbe Prinzip wie überall bei uns: Verarbeitung auf Servern in Österreich, kein Training mit Ihren Inhalten, und bei der Audiospeicherung entscheiden Sie, was mit den Aufnahmen passiert.
Liebe PVS-Hersteller: die Tür steht offen
So gut die Desktop-App den Umweg löst, eine native Integration wäre an manchen Stellen noch eleganter: Kontext direkt aus der Patientenakte, fertige Dokumente automatisch am richtigen Ort abgelegt, alles ohne Zwischenschritt. Wenn Sie ein Praxis- oder Krankenhausinformationssystem entwickeln und Lust darauf haben, freuen wir uns aufrichtig über Ihre Nachricht.
Wir stellen unsere Bausteine gerne zur Verfügung: medizinische Spracherkennung inklusive Dialekt, DSGVO-konforme Infrastruktur mit Servern in Österreich und die Dokumentationsgenerierung selbst, auf Wunsch auch als White-Label unter Ihrem eigenen Namen. Alles Weitere dazu, samt Kontaktformular, finden Sie auf der Seite für Technologiepartner. Und für alle, die Diktara lieber weiterempfehlen als integrieren möchten, gibt es das Partnerprogramm.
So starten Sie
Die Desktop-App ist kostenlos für Windows und Mac und liegt im Diktara-Konto zum Download bereit, Updates installiert sie selbst. Alle Details dazu finden Sie auf der Seite zur Desktop-App. Wenn Sie sich das Ganze lieber einmal in Ruhe zeigen lassen möchten, buchen Sie sich eine persönliche Demo, am liebsten mit Ihrem eigenen Praxisprogramm daneben.
- Muss mein PVS-Hersteller etwas freischalten?
- Nein. Die Desktop-App arbeitet ohne Schnittstelle zu Ihrem Praxisprogramm. Es braucht kein Projekt, keine Freigabe und keine Mitwirkung des Herstellers.
- Funktioniert das auch mit einem älteren Praxisprogramm?
- Ja. Weil die App neben Ihrem Programm läuft und den fertigen Text zum Einfügen bereitstellt, spielt das Alter des Systems keine Rolle. Bei gängigen Programmen wie CGM und Innomed erkennt sie zusätzlich das aktive Feld.
- Was kostet die Desktop-App?
- Nichts extra. Sie ist eine kostenlose Ergänzung zu Ihrem Diktara-Zugang, für Windows und Mac.
- Wir sind PVS-Hersteller und möchten Diktara nativ integrieren. Geht das?
- Sehr gerne. Wir bieten Spracherkennung, Dialekterkennung, Dokumentationsgenerierung und DSGVO-konforme Infrastruktur als Bausteine an, auf Wunsch als White-Label. Melden Sie sich über die Seite für Technologiepartner mit Ihren Anforderungen.
Geschrieben vom Diktara Team
Zuletzt aktualisiert am 4. August 2026